Frieden fetzt.

Mai 4, 2011 at 4:29 pm (momentaufnahmen) ()

Frieden. Frieden ist ein gutes Wort. Doch, man kann sagen Frieden fetzt. Jeder ist doch für Frieden. Ein Unmensch, wer etwas anderes behauptet.
Doch was tun wir dafür? Also ich meine damit was wir wirklich tun, außer davon zu sprechen?  Welchen Preis ist denn jeder einzelne bereit zu zahlen um in einer friedlichen Welt zu leben?
Welchen Preis kann man denn zahlen wenn man seinen eigenen Frieden nicht mal findet. Wir fordern Brot für die Welt, schaffen die Wehrpflicht ab und sind nicht mal in der Lage mit uns und unserer Geschichte, unseren Feinden Frieden zu schließen.
Wir sind mehr damit beschäftigt, uns über die Menschen zu erkundigen die wir nicht mögen, als die , die wir lieben in den Arm zu nehmen und genau das zu schaffen : einen friedlichen Moment. Mir scheint, als hätte man Angst davor das alles gut sein könnte.
Was wäre es denn für eine Welt wenn es nur Frieden gäbe? Was würden unsere Politiker tun? Wofür würden wir auf die Straße gehen…wobei das absoluter Blödsinn ist. Wer geht denn heute noch für den Frieden auf die Straße? Ist doch uncool.
Wenn es um Atomkraft geht, wenn irgendwo im Schwabenland nen scheiß Bahnhof gebaut werden soll, dann sind wir aktiv. Dann gehen wir raus. Dann zeigt das Volk sein Gesicht. Was tun wir für den Frieden?
Ich mein, es ist ja auch viel schicker sich eine Anti-Atomkraft-Sonne irgendwo anzustecken, das Facebookprofilbild damit zu schmücken und mit Claudia Roth nen Plausch bei einer Sitzblockade zu halten als wirklich dafür einzustehen was der Menschheit am meisten fehlt:  Respekt, Akzeptanz.
Frieden fängt genau wie Politik im eigenem Leben an, vor der Haustür, am Mittagstisch, beim Einkaufen, in Schulen, in Universitäten, am Arbeitsplatz. Solange wir in diesen Bereichen nicht in der Lage sind uns unseren eigenen Frieden zu schaffen, sollten wir die große weite Welt in Ruhe lassen.

C.

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